Museumsinitiative in OWL e. V.

Körperkultur – Schönheit. Hygiene. Selbstbild

Das 4. Ausstellungsjahr der Museen in Ostwestfalen-Lippe hat ein elementares Thema: Unser Körper, seine Sinne und sein Wohlbefinden, bestimmen unsere Wahrnehmung der Welt. Er prägt unser Selbstverständnis.
Der Körper ist Privatsphäre und Politikum zugleich. Das Thema beinhaltet viele Aspekte, zu denen die Museen der Region Ostwestfalen-Lippe geforscht haben, Ausstellungsobjekte besitzen oder museumspädagogische Aktionen anbieten. Mode, künstlerische Darstellung des Körpers, Sport/Bewegung, der Körper im biologischen Sinne, aber auch die Empfindlichkeit des menschlichen Körpers und sein Schutz sind nur einige Themen, die die Museen präsentieren. Besucherinnen und Besucher haben wieder eine große Auswahl an Ausstellungen und Aktionen, die über das Jahr 2016 verteilt interessante Einblicke in das Thema Körperkultur geben.

Aktuelle Ausstellungen

Bad Oeynhausen Deutsches Märchen und Wesersagenmuseum / Büren-Wewelsburg Kreismuseum Wewelsburg / und Kreismuseum Welsburg / Bielefeld Krankenhausmuseum Bielefeld / Espelkamp Deutsches Automatenmusuem – Sammlung Gauselmann / Detmold Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte / Detmold LWL-Freilichtmuseum Detmold / Gütersloh Stadtmuseum / Hiddenhausen Holzhandwerksmuseum, Museumsschule, Biologiezentrum Bustedt, Kulturwerkstatt / Nieheim Sackmuseum / Petershagen-Gernheim LWL Industriemuseum Glashütte Gernheim / Steinheim Möbelmuseum / Schlangen Rot-Kreuz-Museum

Programmheft Körperkultur

In diesen Orten finden Sie Ausstellungen

Das Ausstellungsjahr wird gefördert durch:Logo_NRW_MFKJKS_klein

 

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Museum im Schloss Bad Pyrmont

»Die schönen Damen lassen bitten …« ViOLA_Bild 1
14.7. – 11.9.2016

Der weibliche Körper in seiner unerschöpflichen Vielfalt ist das zentrale Thema im Schaffen der Künstlerin ViOLA. Seit inzwischen 28 Jahren widmet sie sich in ihren Gemälden und »gemalten Skulpturen« auf Acrylglasstelen immer wieder seiner Darstellung. Dabei hat sich im Laufe der Zeit ein ganz eigener Stil herausgebildet. Ihre Frauenfiguren mit ihren feinen, langgliedrigen Körpern sind filigran und selbstbewusst, leidenschaftlich und elegant zugleich. Weiterlesen

Lippisches Landesmuseum Detmold

REVOLUTION jungSTEINZEIT Pflug
Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen
2. Juli 2016 – 26. Februar 2017

Die Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen präsentiert einzigartige Fundstücke von der Zeit der Dinosaurier bis in den Zweiten Weltkrieg. Aufwändige Inszenierungen, 15 Medienstationen, zahlreiche Mitmachelemente und Objekte zum Anfassen machen die Ausstellung zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Der Hauptausstellungsbereich widmet sich der „Jungsteinzeit“, dem wohl größten Umbruch in der Menschheitsgeschichte: Nach 2,5 Millionen Jahren, in denen der Mensch als Jäger und Sammler lebte, wird er vor 12.000 Jahren erstmals sesshaft, errichtete Siedlungen mit festen Gebäuden, begann Getreide anzubauen und Vieh zu züchten. Weiterlesen

Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum

Spieglein an der Wand – Der Blick auf den Körper in Märchen und Sage  Schneewittchen Otto Kkubel Spieglein 600 dpi - Kopie
22. Mai – 18. September 2016

Den Wunsch, die Schönste sein und bleiben zu wollen, und dafür sogar über Leichen zu gehen, kennt das Märchen ebenso wie die unendliche Sehnsucht, die das Bild eines schönen Menschen entfachen kann und jemanden dazu bringt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diese Person zu erreichen. Die Hässlichkeit wird im Märchen gern in schwärzesten Farben gezeichnet. Aber der Blick eines liebenden Menschen kann eine hässliche Person wunderschön werden lassen. Denn im Märchen geht es nicht um Äußerlichkeiten. Weiterlesen

Kreismuseum Wewelsburg

„Mischlinge“Das Lebensbornkind 2
Sonderausstellung mit Portraits von Deutschen im Schatten des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte
Ab Sonntag, 24. April 2016

Die Fotoserie „Mischlinge“ des Journalisten und Fotografen Marc E. Babej zeigt Deutsche von heute im Schatten des Nationalsozialismus. Umgeben von Monumenten aus der NS-Zeit, in einer an Leni Riefenstahl angelehnten Ästhetik. Jeder der Dargestellten hat sich einem DNA-Speicheltest unterzogen, die Hinweise geben auf die genetische Herkunft der Fotografierten bzw. ihrer Vorfahren. Babej stellt mit seinen Portraitaufnahmen die vermeintlich einfache Frage: Wer ist eigentlich Deutscher? Weiterlesen

Krankenhaus Museum Bielefeld

Körperkultur im Krankenhaus Krankehaus Log
22. Mai – 8. Dezember 2016

In der Sonderausstellung und der Veranstaltungsreihe zeigt das Krankenhausmuseum zwei Themen: „Anrüchig. Darüber spricht man nicht – Körperausscheidungen“ und „Immer schön sauber bleiben. Körperpflege im Krankenhaus“.
Zu sehen sind historische und skurrile Objekte wie Klistiere, Toilettenstühle, Urinflaschen, Steckbecken, Darmrohre, ein tragbares Bidet oder Präparate (z. B. Hämorrhoiden, Bandwurm). Seinen Platz findet auch medizinisches Material zur Versorgung des künstlichen Darmausgangs (Stoma) und Bade/Waschutensilien oder Körperpflegemittel, z. B. Puder, Salben, Düfte.

Programm
4. September, 14 Uhr
Ich habe ein Stoma − was nun? (C. Silbermann, Krankenschwester, NLP Master Coach)

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Kreismuseum Wewelsburg

„Die Körper der SS – Ideologie, Propaganda und Gewalt“ SoA Die Körper der SS in der Wewelsburg_DSC_0003

19. Juni – 4. September 2016

Die Ausstellung wirft Schlaglichter darauf, wie sehr die Nationalsozialisten, speziell die SS, in Körperbildern dachten und wie die Vorstellung vom soldatischen, kriegerischen Körper das mörderische Handeln der SS bestimmte. Das rassistisch definierte Idealbild des „arisch-nordischen“ Körpers bildete eine der Grundlagen der nationalsozialistischen Ideologie. Dabei stellte der uniformierte und soldatisch trainierte Körper des Kriegers das Ideal dar. Aus dieser Zuspitzung folgte der Ausschluss und letztlich auch die Vernichtung hiervon abweichender Individuen und Gruppen. Sie wurden entweder in die „germanische Volksgemeinschaft“ integriert oder in die Gruppe der „Volksfeinde“ verstoßen. Weiterlesen

Städtische Galerie in der Reithalle

Willi Baumeister – Die Lust am Unbekannten. Baumeister
02. Juli bis 04. September 2016

Willi Baumeister (1889-1955) hat das große Verdienst, die „abstrakte“ Kunst populär gemacht zu haben. Als bekanntester Künstler der  Nachkriegszeit war er zugleich der engagierteste Vorkämpfer der deutschen Moderne im In- und Ausland. Baumeisters reiches bildnerisches Universum besteht aus einer Mischung von Gesehenem und Erinnertem, Erkanntem und Erfundenen; es enthält Konstruktiv-Geometrisches neben Organisch-Bewegtem, großflächige Farbflächen neben zarten Lineaturen, erdhaft Geballtes neben luftig Schwebendem – eine Welt der Kontraste und Polaritäten. Weiterlesen

Kunstmuseum im Marstall

Neu!

Das Kunstmuseum im Marstall des Schlosses Paderborn-Neuhaus wird die Städtische Kunstsammlung, deren Anfänge auf die 1970er Jahre zurückgehen, Marstall bild Radiobeherbergen. Sie birgt heute bemerkenswerte Konvolute und Werkgruppen der Malerei und Graphik des 20. Jahrhunderts. U. a. verfügt sie über den umfangreichsten Werkbestand des Malers Willy Lucas, dessen Œuvre als eigenständiger Beitrag zum Spätimpressionismus gilt, zahlreiche Werke namhafter Künstler wie Max Beckmann, E. L. Kirchner oder Emil Nolde sowie eine umfangreiche Sammlung des als „Pioniere der Bildcollage“ in die Geschichte eingegangenen Künstlerpaares Ella Bergmann und Robert Michel. Weiterlesen

Kunstmuseum im Marstall

Kurt Rehm – Form und Klang Rehm Bild
30. Juni – 08. August 2016

Der Mülheimer Künstler Kurt Rehm hat in über sechs Jahrzehnten ein herausragendes und überaus umfangreiches künstlerisches OEuvre geschaffen, welches sich dem Betrachter in abwechslungsreicher Variation zeigt. Dabei behalten Rehms Werke stets ihre auf Reduktion von Form und Farbe beruhende Strenge, die als stilistisches Merkmal seiner Kunst jedem einzelnen Werk eine überzeugende ästhetische Ausgewogenheit verleiht. Weiterlesen

Forum Jacob Pins, Höxter

Jacob Pins: Boote, Meer und mehr… Boot auf dem See, Öl, 1982
1. Mai – 11. September

Jacob Pins hat das Boot ungewöhnlich häufig zum Thema seiner Bilder gewählt. Besucher finden es in dieser Ausstellung nahezu 30 Mal, und dabei handelt es sich nur um einen Bruchteil von Bildern mit diesem Motiv in seinem Gesamtwerk. Warum wählte Pins dieses Motiv so oft? Sicher hat das Boot in der Kunst häufig eine starke symbolische Bedeutung. Es ist eine Metapher für die Überfahrt in eine andere, ungewisse Welt. Das kann so auch bei einzelnen Bildern von Pins gesehen werden, z. B. bei dem Holzschnitt Das Boot von 1972. In einem anderen Bild wird ein zerfallendes Boot zum sterbenden Boot, ein Memento Mori – Gedanken, die den Künstler sicher beschäftigten. Weiterlesen

BauernhausMuseum Bielefeld

Ländliche Geschichte in 100 Objekten Titelbild MI
Von den Anfängen bis heute
29.5. – 23.10.2016

Geschichte mit Hilfe von Dingen zu erzählen, ist eine Hauptaufgabe von Museen. Die Spielregeln für diese Ausstellung sind einfach: Die Kuratoren des BauernhausMuseums haben Objekte ausgewählt, teils aus der Museumssammlung, aber auch von anderswo, die zeitlich von den Anfängen der Besiedlung über die Frühgeschichte, das Mittelalter und die Neuzeit bis in die Gegenwart reichen. Selbstverständlich kann diese Zusammenstellung nur eine Sicht, eine subjektive Sicht, auf die ländliche Geschichte dieser Region sein. Weiterlesen

MUSEUM HUELSMANN Kunst + Design

Das Plakat – Kunst der Straße! (1889 – 1914) 25780
Eine Kooperation mit dem Museumsberg Flensburg
08.06. – 30.10. 2016

In den Jahren um 1900, im Zuge von Jugendstil und Art Nouveau, entwickelte sich das Plakat erstmals zu einer eigenen Kunstgattung. Es trat heraus aus dem rein Handwerklichen und wurde zum Kunstobjekt. Wichtige Inspiration bot die neue Begeisterung für die Kunst Japans – der sog. Japonismus. Richtungweisend gleich zu Beginn des Aufschwungs waren Jules Chéret, Eugène Samuel Grasset, Alfons Mucha und Henri de Toulouse Lautrec. Weiterlesen

Historisches Museum Bielefeld

Zwischen Orient und Okzident

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24. April – 28. August 2016
Burgen und Basare des Vorderen Orients
8. Mai – 28. August 2016
Das Gewand der Kaába

Durch den Krieg in Syrien ist nicht nur den Menschen unermessliches Leid zugefügt worden, auch das kulturelle Erbe hat schwere Schäden erlitten. Zum UNESCO-Weltkulturerbe in dieser Region zählen der Basar von Aleppo und die gewaltige Kreuzfahrerburg Krak des Chevaliers. Diese bedeutenden Anlagen, die stark zerstört worden sind, lassen sich als Großmodelle im Maßstab 1:25 in der Ausstellung erleben. In jahrelanger Arbeit hat die Gesellschaft für Internationale Burgenkunde e. V. (GIB) auf der Grundlage archäologischer Forschung und von Bauaufnahmen vor Ort die detailgetreuen Modelle gebaut. Darüber hinaus beleben Hunderte von extra angefertigten Figuren die Architekturmodelle und ermöglichen so einen Blick in das historische Geschehen im Mittelalter. Neben diesen beiden Modellen von Zimmergröße ergänzt eine kleinere Anlage des Hafens von Akkon mit historischen Schiffsmodellen die Präsentation, die schon in mehreren Städten Europas und der USA gezeigt wurde. Weiterlesen

Radio auf Rädern
„ erinnern, entdecken, erleben„
Autoradios. Technische Zeitzeugnisse der letzten Jahrzehnte

Ein Auto ohne Radio ist heute kaum noch vorstellbar. Aber die Geschichte dieses Mediums Radioreicht nur bis in die 1920er Jahre zurück. Über erste Versuche des Apparates wird aus Militärkreisen berichtet. Aber auch eine breite Öffentlichkeit begann, sich mit der neuen Möglichkeit, im Auto Unterhaltung und Information zu bekommen, vertraut zu machen.

In der Radiobranche entstanden damals 20 neue Firmen, nur wenige von ihnen überlebten. Blaupunkt und Becker waren die Favoriten im Verkauf. Weiterlesen

LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum Lage

Vom Streben nach Glück
200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika
10. April – 25. September 2016

Postkarte, farbig: „Im Zwischendeck. Nordd. Lloyd. -Bremen“, Vorderseite

„Hier lebt man besser als in Deutschland“, berichtete im Jahr 1830 der Amerika-Auswanderer Peter Horn aus Pennsylvania in einem Brief an seine Eltern. Wohlstand, Freiheit, Abenteuer – das waren die Hoffnungen, die über 300.000 Menschen im 19. und 20. Jahrhundert aus Westfalen dazu bewegten, in den USA ein neues Leben zu beginnen.
Die Ausstellung „Vom Streben nach Glück“ veranschaulicht die Geschichte dieser Auswanderungsbewegung, beleuchtet die Ursachen, zeichnet Reisewege nach und schildert Biografien westfälischer Emigranten. Das Spektrum der mehr als 100 Exponate reicht von Fotografien und Postkarten über persönliche Gegenstände der Auswanderer bis hin zum Taufstein aus einer von Lippern gegründeten Kirche in Wisconsin. Weiterlesen

Historische Sammlung Bethel

Technik macht das Leben leichterLeuchtmittel um 1931
17. April – 22. September 2016

Wer Pastor Friedrich von Bodelschwingh als Konstrukteur von Luftschiffen kennen lernen will oder Bethel als Großproduzenten von Ziegeln und elektrischem Strom, der wird die neue Ausstellung „Technik macht das Leben leichter – Zur Rolle der Technik in der Geschichte Bethels“ in der Historischen Sammlung Bethel spannend finden. Weiterlesen

Mindener Museum

Kabinettausstellung
„Die süßeste Verführung. Historische Süßspeise- und Gebäckformen“
verlängert bis zum 10. Juli

Süße Speisen konnten sich bis ins 19. Jh. oft nur wohlhabende Menschen leisten. Erst die Entdeckung des Rübenzuckers und die Entstehung von Zuckerfabriken ermöglichten der breiten Bevölkerung den Spielzeugbackformen„Zuckerluxus“. Die heutige Konsumgesellschaft ist ohne Zucker kaum mehr vorstellbar.

Aber wer weiß schon, welche Geschichten sich hinter all den süßen Verführungen verbergen? Die 4. Kabinettausstellung präsentiert am Beispiel historischer Süßspeise- und Gebäckformen bis zum 3. April 2016 die Geschichte von Waffel, Gugelhupf, Pudding und Co. Weiterlesen

Forum Jacob Pins, Höxter

Bleiben – Gehen – Zurückkehren? Pins
Jüdische Porträts von Alexander Kapitanowski
AprilNovember 2016

Sechzehn Porträts bekannter Juden, die nach den Jahren des Naziterrors, nach Emigration, Deportation und oft nur knappem Überleben der Vernichtungslager nach 1945 in Deutschland blieben oder auch zurückkamen, zeigt diese Ausstellung. Im Zentrum von Alexander Kapitanowskis künstlerischer Arbeit steht das Porträt. Mit expressiven, virtuosen Strichen hält er die charakteristischen Merkmale eines Gesichtes fest und versucht, das Wesen des Porträtierten zu erfassen, eine Art Lesen des gelebten Lebens in den Spuren des Gesichtes. Weiterlesen

Caspar Ritter von Zumbusch-Museum

ZumbuschIm Geburtshaus des Caspar Ritter von Zumbusch in Herzebrock, Clarholzer Straße 45 (an der B64) befindet sich seit 2011 ein neues Museum. Träger des Museums ist der Heimatverein Herzebrock.
Prof. Dr. h.c. Caspar Ritter von Zumbusch, geboren am 23.11.1830, gehört zu den bedeutendsten Monumentalplastikern und Bildhauern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Weiterlesen

Kontakt

Museumsinitiative in OWL e.V.
Projektleiterin Bettina Rinke
c/oLippisches Landesmuseums
Detmold
Ameide 4
32756 Detmold
Telefon: 05231|992548
Fax: 05231|992541
email:
museumsinitiative-owl@t-online.de

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