Es scheint, als ob sich die Firma im Dornröschenschlaf befindet. Wer die original erhaltenen Räume der Wäschefabrik betritt, begibt sich auf eine Zeitreise. Alle Betriebsabläufe und Arbeitsschritte der Wäscheherstellung wie Zuschneiden, Nähen, Sticken, Bügeln, sowie Lagern, Verpacken und Versenden sind im Museum Wäschefabrik nachzuvollziehen.

1913 eröffnete der jüdische Unternehmer Hugo Juhl die Wäschefabrik, für Bett- und Tischwäsche, Leibwäsche, Damenblusen und Herrenhemden. Gezwungen durch die Nationalsozialisten, verkaufte er das Unternehmen 1938 an die Brüder Winkel. Der Betrieb profitierte zunächst vom deutschen „Wirtschaftswunder“. In den 1960er Jahren begann die Strukturkrise der Textil- und Wäscheindustrie. 1980 stellte die Wäschefabrik ihre Produktion ein. Eine Medienpräsentation informiert über die Geschichte der jüdischen Unternehmerfamilie Juhl.

Der Förderverein Projekt Wäschefabrik e. V. setzt sich seit 1988 für den Erhalt der denkmalgeschützten Fabrik ein, es gelang, die Wäschefabrik mit Mitteln der Nordrhein-Westfalen-Stiftung zu kaufen und zu einem in Deutschland einzigartigem Museum umzugestalten.

Museum Wäschefabrik

Viktoriastraße 48a
33602 Bielefeld
Tel. (05 21) 6 04 64
Fax (05 21) 6 04 68
www.museum-waeschefabrik.de
info@museum-waeschefabrik.de

Öffnungszeiten

So 11 – 18 Uhr
Führungen nach Voranmeldung

Eintritt: 3,– / 1,50 €
Führungen 60,– / 35,– €

Kulturprogramm

„Kleiner Kultursalon“