Das denkmalgeschützte Schlossensemble Fürstenberg der hier im Weserbergland 1747 gegründeten Porzellanmanufaktur FÜRSTENBERG ist ein einmaliger Schatz niedersächsischen Kulturguts. Das Museum im Schloss, wo Exponate rund um die Marke FÜRSTENBERG gezeigt werden, ist seit vielen Jahren ein beliebtes Reiseziel. Das Museum ist seit 2007 nach internationalen Museumsstandards zertifiziert.
Mit einem Leitsystem wird das Renaissance-Schlossensemble im Innen- und Außenbereich nach einem modernen, inhaltlich wie gestalterisch abgestimmten Konzept vermittelt. An bestimmten Punkten werden über Texte und Bilder sowie einige Hörstationen geschichtliche Informationen zu Gebäuden und Anlagen erläutert.
Folge Deinem eigenen Pfad – und entdecke selbst das Faszinosum Porzellan! Nach diesem Prinzip ist die neue Dauerausstellung im MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG konzipiert worden. Anstelle einer chronologischen Epochenabfolge ist eine thematische Gliederung getreten. Jeder Ausstellungsraum hat ein Hauptthema, etwa die Gründungsgeschichte, Dekor, Form, Tafelkultur. Dieses wird jeweils in facettenreichen Unterthemen dargestellt. Dabei ist Storytelling das Prinzip: unterhaltsam, spannend, informativ. Die Erzählungen sind in sich abgeschlossen, so dass die Besucherinnen und Besucher frei, nach eigenem Interesse und von ihrer individuellen Neugier geleitet sich ihren eigenen Weg durch die Ausstellungen gestalten können.
„Touch me!“ gilt für das neue MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG. Anders als in gewöhnlichen Museen, wo die zerbrechlichen Preziosen ausschließlich hinter Glas bewundert werden dürfen, können die Besucherinnen und Besucher in direkten Kontakt mit vielen Exponaten treten. Deshalb gibt es überall im Museum Hands-on-Stationen.
In der Besucherwerkstatt werden Mitmachen und Ausprobieren besonders groß geschrieben. An vier Arbeitsplätzen zeigen Manufakturisten die Geheimnisse ihrer Handwerkskunst. Im Dialog können die Besucherinnen und Besucher hier erfahren, wie beispielsweise der Henkel an die Tasse kommt, wie eine Figur gegossen oder ein komplizierter Durchbruchkorb hergestellt wird. Außerdem werden Dekortechniken vorgeführt: das Auflegen von Druckbildern und die Handmalerei.
Wer mag, kann in der Besucherwerkstatt auch selbst zu Pinsel und Farbe greifen. Unter der Anleitung einer Porzellanmalerin können sich die Besucherinnen und Besucher ein Porzellansouvenir nach eigenen Ideen gestalten.
Einem alten Spruch zufolge geht in einer Manufaktur jedes Stück Porzellan durch 100 Hände. Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage kann man in einer beeindruckenden Regalinstallation überprüfen. Wie in einem Setzkasten werden die einzelnen Produktionsschritte vom Rohstoff bis zum fertigen Porzellan erklärt. Der Einsatz vielfältiger Medien und die Möglichkeit, vieles handgreiflich im Detail studieren zu können, sorgen für einen abwechslungsreichen und intensiven Zugang zum Thema.
Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Vermittlungsangebot bereichert:
Ein besonderer Medienguide lässt noch tiefer in die Materie eintauchen. Ob Hörtexte, Videos, Detailinformationen, Vergleiche – die Besucherinnen und Besucher können hier nach persönlichem Interesse wählen. Besonders in die Tiefe geht, wer die Museumssammlung auf museum-digital-owl verfolgt.

Für die kleinen Spürnasen gibt es eine spezielle Kinderrallye. ANNA – ein niedlicher Porzellanmops – hat sich an vielen Stellen im Museum versteckt und lockt die Kinder auf eine Entdeckungsreise. Dabei lösen sie viele Rätsel und werden spielerisch an FÜRSTENBERG Porzellan herangeführt.
Besondere Familienangebote können ab Juni 2017 an jedem ersten Sonntag des Monats genutzt werden. Ob Ratespiele, Wettbewerbe oder spezielle Führungen – der Spaß ist für die ganze Familie garantiert.
In unserem Weißen Klassenzimmer können sich Schulklassen, z.B. als KulturScouts OWL, mit der Herstellung, dem Design von Porzellan und der Tafelkultur von früher bis heute befassen.
Individuell buchbar sind die Workshops. Warum nicht zusammen mit ein paar Freunden die verschiedenen Herstellungstechniken ausprobieren oder selbst Porzellan bemalen? So lässt sich ein vergnüglicher Nachmittag verbringen. Künstlerisches Einfühlungsvermögen und Geduld werden in den mehrtägigen Porzellanmalkursen trainiert. Es ist eine hohe Kunst, mit Pinsel und Farbe das Porzellan zu veredeln. Unter Anleitung erfahrener Porzellanmalerinnen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles, was zu diesem Kunsthandwerk nötig ist.

Wer kennt das nicht: Von Eltern oder Großeltern geerbt, versteckt sich über lange Zeit unbeachtet ein altes Porzellanservice im Hausrat. Jetzt will man wissen, wie alt dieses Geschirr ist, wer es entworfen hat, wie selten es wohl sein mag. Diese Fragen werden in den mehrmals im Jahr stattfindenden Expertisenstunden beantwortet. Und manchmal wird dann aus einem ungeliebten Staubfänger ein echter Familienschatz!

Kostbares FÜRSTENBERG-Porzellan, exklusive Tischwäsche und Accessoires – edelste Tischkultur ist im Manufaktur Werksverkauf zu entdecken. Das Schlosscafé & Restaurant Lottine serviert saisonale Gerichte und hausgebackene Kuchen auf FÜRSTENBERG-Porzellan.

Öffnungszeiten 2017
MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG
Hauptsaison 4.3. – 5.11.17            Di – So sowie Feiertage 10 – 17 Uhr *
Nebensaison 6.11.17 – 28.2.18     Fr – So 10 – 17 Uhr *
23.12. – 26.12., 30.12.- 1.1.18      geschlossen

Die Besucherwerkstatt ist von 10.30 – 16.30 Uhr während der Museumsöffnungszeiten geöffnet.
* Gruppen nach vorheriger Anmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Eintritt
€ 8,50 Erw.; € 5,50 Erm, Kinder (7-15)
€ 20,00 Familienkarte (2 Erw. und Kinder bis 15)
weitere Preise siehe Webseite

Manufaktur Werksverkauf
6.1. – 22.12.
Dienstag bis Sonntag sowie Feiertage 10 – 18 Uhr
14.4.17 (Karfreitag)   geschlossen
5.11., 12.11., 19.11, 26.11.17  geschlossen
23.12.17 – 4.1.18  geschlossen

Schlosscafé & Restaurant Lottine
Dienstag bis Sonntag sowie Feiertage 10 – 18 Uhr

Kontakt
MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG
Kulturgut Fürstenberg gGmbH
Meinbrexener Straße 2, 37699 Fürstenberg/Weser
T +495271 9667780, F +49 5271 401-4163
museum@fuerstenberg-porzellan.com
www.fuerstenberg-schloss.com